Museale Detektivarbeit am Beispiel der Sammlung Lindgens

8.4.–3.5.2026

Sessel mit Armlehnen aus Holz mit Korbgeflecht
Armlehnsessel mit Palmette und Bocksfüßen, Hessen, Mitte 18. Jahrhundert, Inv.Nr.: A1834, Foto: © DetlefSchumacher.com

Wer ist der oder die Vorbesitzer*in eines Sammlungsobjektes? Insbesondere für die Provenienzgeschichte hat die Beantwortung dieser Frage für Museen große Relevanz. Oft genug bleibt sie offen, weil die Objekte selbst keine Auskunft (mehr) geben. Wie wichtig Etiketten, Beschriftungen, Sammlerbücher und Fotografien als Quellenmaterial sind, zeigen die hier präsentierten Objekte aus der ehemaligen Sammlung Lindgens.

Das in Köln wohnhafte Ehepaar Juliane (geb. Langen, 1889–1945) und Werner Lindgens (1889–1945) entstammte wohlhabenden industriellen Familien und hatte seit Mitte der 1920er Jahre eine umfangreiche Kunstsammlung aufgebaut. Die Einrichtung des Hauses ist durch Fotografien überliefert und gibt einen Eindruck von der Fülle an Kunstgegenständen, mit denen sie sich umgaben. Vor 80 Jahren vermachten sie ihre Sammlung testamentarisch der Stadt Köln und sprachen dem MAKK den Großteil zu. Alle Erwerbungen wurden von dem Sammlerpaar sorgfältig in zwei Inventarbänden dokumentiert, die sich bis heute im MAKK befinden. Die Sammlung wurde nach Kategorien geordnet und die Objekte selbst mit einer Nummer beschriftet oder mit einem Etikett versehen. Zusammen mit den Inventarbüchern belegen sie hier die Objekt-Herkunft aus der Sammlung Lindgens und können klar zugeordnet werden.

Krug mit blau-weißer Bemalung und Deckel
Foto: © Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv, Marion Mennicken, rba_d031615_01