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© Anna Resei
© Anna Resei

The Circle

The most iconic shape redesigned

17. Januar – 24. April 2022

Als eine der bekanntesten Formen wurden dem Kreis im Laufe der Menschheitsgeschichte verschiedene Bedeutungen zugeschrieben. Die Form besteht im Wesentlichen aus Punkten, die den gleichen Abstand zu einem Mittelpunkt haben, was als Radius bezeichnet wird. Mit seiner gekrümmten Konturlinie ist der Kreis mit keiner anderen bekannten Form zu vergleichen. Er weist keine Ecken auf und ist von daher theoretisch endlos. Er wird verwendet, um die Form unseres Planeten und unser Verständnis von Zeit zu beschreiben. Er kann aber auch symbolisieren, wie wir als Gemeinschaft zusammenkommen, wenn wir uns um ein Feuer oder einen Tisch versammeln, um uns auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

In der Ausstellung „The Circle“ beschäftigt sich das kollektive Designnetzwerk und Studio Dutch Invertuals mit diesen Ideen. Designer*innen aus ganz Europa, die bereits an thematischen Ausstellungen und Programmen von Dutch Invertuals teilgenommen haben, wurden gebeten, sich mit der Frage zu beschäftigen, was der Kreis für sie bedeutet. Durch unkonventionelle Denkansätze erforschen sie, wie diese Form durch Design, Material, Komposition, Produktion und kollaboratives Arbeiten beeinflusst wird. Auch wird untersucht, wofür der Kreis stehen kann, wenn es darum geht, soziale, kulturelle, politische und ökologische Themen anzusprechen.

Die Ausstellung, die vom 17. Januar bis zum 24. April 2022 im MAKK gezeigt wird, umfasst 18 Projekte von 20 internationalen Designer*innen, die ihre Ausbildung in den Niederlanden oder in Deutschland absolviert haben. Für Wendy Andreu und Germans Ermičs verweist der Kreis auf ein scheinbar unvorstellbares und doch greifbares Kontinuum. Das mathematische Phänomen des Möbiusbandes diente beiden Designer*innen als entscheidende Inspirationsquelle. Audrey Large und Théophile Blandet stellen die Qualität des Gleichgewichts durch elektrisch geladene, ineinander verschlungene, beleuchtete und partikelartige Formen dar. Das Konzept der Harmonie liegt den Arbeiten von Rogier Arents, Sander Hagelaar und Laura Kluge zugrunde. Bram Vanderbeke, Willem Van Hooff und Edhv / Architects of Identity erforschen grundlegende Archetypen sowie destillierte Relikte und betrachten den Kreis als die Summe seiner Teile. Philipp Weber, Anna Resei und Edhv / Architects of Identity hinterfragen den immer größer werdenden Einfluss digitaler Systeme und präsentieren eine Neubewertung des zukunftssicheren Potenzials von nachhaltigen Materialien und Handwerkskunst. Johanna Seelemann sucht das Gleichgewicht zwischen virtuellen und physischen Welten, indem sie ein Wechselspiel zwischen High und Low Technologies findet. Während Elly Feldstein, Carlo Lorenzetti sowie Christian und Jade den Kreis als Form sehen, in der soziale Interaktion stattfinden und besser verstanden werden kann, stellt er für Elena Blazquez eine Möglichkeit dar, ein neues Maß an Komfort zu bieten und sichere Räume zu schaffen. Moon Seop Seo ahmt die zyklischen Muster des Wassers nach, um wieder mehr Gelassenheit in unsere Städte zu bringen.

Die gezeigten Arbeiten reichen von formalen Interpretationen bis hin zu konzeptionellen Studien, vom Expressiven bis zum Experimentellen. Unter der Leitung von Wendy Plomp, Gründerin von Dutch Invertuals, und in Zusammenarbeit mit dem Co-Kurator Christoph Brach zeigt die Ausstellung „The Circle“, wie Design als Werkzeug eingesetzt werden kann, dass es uns ermöglicht, unsere Welt auf unterschiedliche Weise wahrzunehmen.

Über Dutch Invertuals
Dutch Invertuals ist ein Designstudio aus Eindhoven, Niederlande. Gemeinsam mit einem wachsenden Netzwerk von mehr als 90 Designspezialist*innen bündelt Dutch Invertuals kreatives Denken und entwickelt internationale Forschungsprojekte sowie konzeptorientierte Designprojekte. 

Die Ausstellung wird gefördert vom Königreich der Niederlande und vom Creative Industries Fund NL.

#TheCircle